The Mainfrankenpost has published a concert review of Orfeo Mandozzi’s performance of the cello concerto by Saint-Saëns with the Philharmonic Orchestra Würzburg under Jonathan Seers.
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Würzburg, 5. Februar 2010
Würzburger Philharmoniker:
Schwungvoller Ausflug nach Frankreich
Beim Konzert der Würzburger Philharmoniker stellte sich der neue Cello-Professor der Musikhochschule vor.
Er beherrscht die Kunst, auf seinem Instrument eine melodische Linie so profiliert und intensiv zu gestalten, wie nur wenige seiner Kollegen: der Cellist Orfeo Mandozzi. Dies wurde bei der ersten Präsentation des dritten Sinfoniekonzerts des Philharmonischen Orchesters Würzburg im bestens besuchten Großen Saal der Musikhochschule deutlich.
Der 1968 in Locarno geborene Mandozzi brillierte in Camille Saint-Saëns’ erstem Cellokonzert nicht nur durch einen geradezu berückend schönen Ton in den Kantilenen. Der Tessiner, der neu berufene Cello-Professor an der Würzburger Musikhochschule ist, brillierte in den Ecksätzen mit furioser Technik und sauberer Intonation.
Das Zusammenspiel des Solisten mit den von Generalmusikdirektor Jonathan Seers mit großer Präzision geleiteten Philharmonikern war ein Genuss. In einer Solo-Zugabe aus der Feder des vor allem für seine Filmmusiken berühmten Nino Rota kostete Mandozzi noch einmal die herrlich lyrische Seite seines Cellospiels aus.
Obwohl kein zweites Solokonzert erklang, gab es neben Mandozzi im Grunde noch einen zweiten Solisten an diesem Abend, an dem ausschließlich Werke französischer Komponisten gespielt wurden: den Soloflötisten des Philharmonischen Orchesters Würzburg, Stefan Albers. Denn in den zwei Hauptwerken des musikalischen Impressionismus, die das Orchester in dem Konzert vortrug, hat der Flötist eine herausragende Rolle.
Farbenreich und in Mitte, Tiefe und Höhe volltönend gestaltete Albers seinen Part in Claude Debussys berühmtem „Prélude ? l’apr?s-midi d’un faune“, in Maurice Ravels zweiter Suite aus „Daphnis et Chloë“ und in der Orchester-Zugabe, der – in unterschiedlichen Arrangements auch in der Unterhaltungsmusik – beliebten „Sicilienne“ von Gabriel Fauré. Zu geradezu fantastischen Leistungen feuerte Generalmusikdirektor Seers die Philharmoniker insbesondere in Holz und Blech an. Die Musiker interpretierten den Debussy und die Ravel-Suite mit genau jener Mischung aus Schwung und Esprit, mit der diese echt französische Musik aufgeführt werden muss.
Dasselbe galt für die unglaublich schmissig dargebotene Suite „Les Biches“ von Francis Poulenc und die anrührend gespielte Pavane von Maurice Ravel.

